Wo du in Thailand wohnst, muss gemeldet werden. Klingt nach Bürokratie-Kleinkram – und genau deshalb ignorieren es viele, bis sie bei der Immigration stehen und Ärger bekommen.

Dabei ist die Sache eigentlich einfach. Es hängt nur davon ab, wie lange du bleibst und wo du wohnst.

Die kurze Übersicht

Du bleibstWo du wohnstWas gemacht werden muss
Zwei Wochen UrlaubHotelNichts. Das Hotel meldet dich automatisch.
Etwa einen MonatHotelWeiterhin nichts.
Etwa einen MonatCondo, Ferienwohnung, bei der FreundinTM30 – die Wohnsitzmeldung
Drei Monate oder längerEgal woTM30 plus nach 90 Tagen die 90-Tage-Meldung (TM47)
Sechs MonateEgal woTM30 plus alle 90 Tage die 90-Tage-Meldung

Die TM30: Wer wohnt hier eigentlich?

Die TM30 ist die Wohnsitzmeldung für Ausländer. Sie sagt der Behörde: Diese Person wohnt an dieser Adresse.

Verantwortlich bist nicht du, sondern der Vermieter, der Hausbesitzer – oder deine Freundin, wenn du bei ihr wohnst.

Im Hotel läuft das automatisch. Bei einem seriösen Condo-Vermieter meistens auch. Und genau da liegt die Falle.

Der Fehler, den fast alle machen: Wer bei der Freundin oder bei Freunden wohnt, denkt, man kann da einfach wohnen und fertig. Offiziell muss aber auch dort eine TM30 gemacht werden. Fällt oft erst auf, wenn du das nächste Mal etwas bei der Immigration brauchst – und dann fehlt der Nachweis.

Mein Tipp: Frag immer aktiv nach. Ein Satz reicht. „Hast du die TM30 gemacht?“ Das erspart dir später Diskussionen am Schalter.

Die 90-Tage-Meldung: Deine Aufgabe

Die 90-Tage-Meldung, auch TM47 genannt, ist etwas anderes als die TM30. Hier bist du selbst verantwortlich.

Sie ist keine Visumsverlängerung. Sie sagt der Behörde nur: Ich bin noch da, und zwar hier.

Drei Wege, sie zu erledigen:

WegAufwand
Online über das Portal der ImmigrationAm bequemsten, funktioniert aber nicht immer zuverlässig
Über einen Visa-ServiceKostet Geld, spart Zeit und Nerven
Persönlich bei der ImmigrationSicherste Variante, dafür Wartezeit

Wichtig: Die Meldung muss innerhalb eines bestimmten Zeitfensters rund um den 90. Tag passieren – nicht irgendwann. Trag dir den Termin in den Kalender ein, mit Erinnerung. Es gibt keine Benachrichtigung von der Behörde.

Die Airbnb-Falle

Und jetzt zu einem Thema, das damit direkt zusammenhängt und über das viel Unsinn erzählt wird.

Du buchst in Thailand ein günstiges Apartment über eine Buchungsplattform. Und plötzlich steht die Hausverwaltung vor der Tür und sagt: raus hier.

Auf Social Media macht sich darüber gern jemand lustig nach dem Motto: „Das Apartment darf zwar gar nicht tageweise vermietet werden, aber mir kann nichts passieren, ich bin ja nur der Gast.“

So einfach ist es leider nicht.

Was rechtlich gilt

In Thailand dürfen normale Apartments und Condos nicht einfach wie Hotelzimmer tage- oder wochenweise vermietet werden. Für solche Kurzzeitvermietungen braucht es normalerweise eine Hotellizenz. Bei einem echten Mietvertrag ab etwa einem Monat sieht die Sache anders aus.

Die Strafe wegen illegalen Hotelbetriebs trifft in erster Linie denjenigen, der die Unterkunft anbietet und damit Geld verdient. Das kann der Eigentümer sein, aber auch ein Hauptmieter oder Vermittler, der weitervermietet.

Als normaler Urlaubsgast wirst du also in der Regel nicht wegen der fehlenden Hotellizenz bestraft.

Aber „mir kann nichts passieren“ stimmt trotzdem nicht

Die Hausverwaltung kann dir den Zutritt verweigern, deine Schlüsselkarte sperren oder dich auffordern, das Gebäude sofort zu verlassen.

Im schlimmsten Fall stehst du mit deinen Koffern auf der Straße und musst dir kurzfristig etwas Neues suchen – zu Preisen, die dann garantiert höher sind als das Schnäppchen von vorher.

Dazu kommt: Wenn du in so einer Wohnung wohnst, wurde für dich mit ziemlicher Sicherheit auch keine TM30 gemacht. Du bist also gar nicht gemeldet.

Woran du eine saubere Unterkunft erkennst: Der Anbieter kann dir sagen, ob das Gebäude eine Hotellizenz hat oder ob es ein regulärer Mietvertrag ab einem Monat ist. Und er kann die Frage nach der TM30 beantworten, ohne ins Stocken zu geraten. Wer bei beidem ausweicht, ist das Risiko nicht wert.

Was du dir merken solltest

Hotel bleibt Hotel. Da musst du dich um fast nichts kümmern.

Wohnst du privat – bei Freunden, Familie oder der Freundin – frag immer nach der TM30.

Bleibst du länger als 90 Tage, ist die 90-Tage-Meldung deine eigene Aufgabe. Kalendereintrag setzen.

Buchst du kurzfristig ein Condo, prüf, ob das überhaupt erlaubt ist. Sonst stehst du im schlimmsten Fall vor verschlossener Tür.

Das ist alles kein Hexenwerk. Es kostet dich zusammen vielleicht zehn Minuten – und erspart dir Diskussionen, die deutlich länger dauern.

Wenn du es dir abnehmen lassen willst

Meldungen und Visumsanträge kann auch ein Service für dich erledigen. Bei asia-visa.com bekommst du mit dem Rabattcode MAIKEL5 fünf Prozent Rabatt. (Anzeige)

Und wer den kompletten Ablauf beim Auswandern sauber vorbereiten will, findet meine Checklisten im Shop, einige davon kostenlos: payhip.com/MaikelThailand

Hattest du schon mal Ärger wegen einer fehlenden Meldung? Schreib es in die Kommentare.

Passendes Buch: Auswandern nach Thailand – Das Praxishandbuch
Alle Meldepflichten, Fristen und Behördengänge im Zusammenhang erklärt.

Passt dazu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert